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Energetische Gebäudesanierung

Energie-Gewinner_HausNeue Öl-Brennwertheizung, Nutzung von Solarwärme oder eine komplette Haussanierung – Hausbesitzer, die eine energetische Gebäudesanierung planen, können sich als „Energie-Gewinner“ bewerben und mit etwas Glück eine besondere Förderung einstreichen. Das Institut für wirtschaftliche Oelheizung (IWO) unterstützt im Rahmen der Aktion „Energie-Gewinner“ ausgewählte Modernisierungsobjekte mit Zuschüssen. Pro jährlich eingesparter Kilowattstunde (kWh) Primärenergie werden einmalig 25 Cent an die „Energie-Gewinner“ ausgezahlt. Je höher die Energieeinsparung, desto höher auch der IWO-Zuschuss. Die Fördersumme kann maximal 50 Prozent der Investitionskosten betragen.

Da kommen stattliche Fördersummen zusammen. Wird beispielsweise in einem Einfamilienhaus eine veraltete Heizung gegen ein Öl-Brennwertgerät mit Solarthermie ausgetauscht, können jährlich 16000 kWh Primärenergie eingespart werden. Das bedeutet rund 1600 Liter weniger Heizölverbrauch pro Jahr. In diesem Fall zahlt IWO einen Zuschuss von 4000 Euro (16000 kWh mal 25 Cent) – bei Gesamtinvestitionskosten von etwa 15000 bis 18000 Euro.

In alten, schlecht gedämmten Gebäuden mit sehr hohem Energieverbrauch können durch eine umfassende Gebäudesanierung mit Heizungserneuerung, Installation einer Solaranlage, zusätzlicher Wärmedämmung von Fassade und Dach sowie Austausch der Fenster sogar beispielsweise 50000 kWh Primärenergie eingespart werden. In diesem Fall beträgt die IWO-Förderung 12500 Euro. Die Gesamtinvestition für eine solche Komplettsanierung kann sich auf mehr als 80000 Euro summieren.

Modernisierer können sich ab sofort online unter www.oelheizung.info/energiegewinner für die Aktion bewerben. Bis Dezember 2011 wählt eine IWO-Fachjury jedes Quartal bundesweit eine begrenzte Anzahl vorbildlicher Modernisierungsobjekte aus. Wichtigste Voraussetzungen für die IWO-Förderung: Mit der Sanierung muss der Primärenergiebedarf um mindestens ein Drittel reduziert werden. Die Energieeinsparung muss mit einem bedarfsbasiertem Energieausweis nachgewiesen werden. Und das Gebäude muss nach der Sanierung überwiegend ölbeheizt sein.

Wie alle Haussanierer können auch die „Energie-Gewinner“ zusätzlich zum IWO-Zuschuss mit staatlichen Fördermitteln rechnen, etwa über das KfW-Förderprogramm „Energieeffizient Sanieren“ oder über das Marktanreizprogramm (MAP) zur Nutzung erneuerbarer Energien.

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