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Energie-Alternativen

Öl-Brennwerttechnik etabliert sich im Wärmemarkt

Öl-Brennwerttechnik wird immer beliebter. Im vergangenen Jahr waren mehr als sechs von zehn neu installierten Ölheizungen bereits Öl-Brennwertgeräte. Insgesamt verzeichnete Öl-Brennwerttechnik ein Absatzplus von 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bei Festbrennstoffkesseln etwa für Holzpellets oder Scheitholz hingegen gab es ein Absatzminus von 25 Prozent. Auch die Strom-Wärmepumpe fand weniger Abnehmer als im Jahr zuvor: minus zwölf Prozent. Diese Zahlen gehen aus der aktuellen Absatzstatistik des Bundesindustrieverbandes Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) für das Jahr 2009 hervor.

Thermische Solaranlagen verzeichneten ebenfalls einen Nachfragerückgang. Insgesamt wurden 2009 zwar fast 1,6 Millionen Quadratmeter Kollektorfläche für Solarwärmeanlagen neu installiert, gegenüber 2008 bedeutet dies jedoch ein Minus um gut ein Viertel. Die Heizgeräteindustrie hat als Ursache für die nachlassende Nachfrage nach Solarthermieanlagen unter anderem die gesunkenen Energie preise ausgemacht. Aber auch die Abwrackprämie für Altautos habe in vielen Haushalten finanzielle Mittel umgeleitet und so Investitionen in sparsame Heiztechnik behindert.

Dabei rechnet sich selbst bei relativ günstigen Heizölpreisen die Anschaffung energiesparender Heiztechnik, insbesondere der Austausch eines veralteten Heizkessels gegen ein effizientes Öl-Brennwertgerät. Denn im Vergleich zu älteren Anlagen verbrauchen Öl-Brennwertheizungen bis zu 30 Prozent weniger Brennstoff. So finanziert sich die neue Heizung über die Energieeinsparung innerhalb eines überschaubaren Zeitraums selbst. Wurden beispielsweise zuvor 4200 Liter verbraucht, reduziert sich nach der Heizungserneuerung der Brennstoffbedarf um bis zu 1260 Liter. Das bedeutet auf Basis des jahresdurchschnittlichen Heizölpreises von 2009 (rund 54 Cent/Liter) eine Einsparung von jährlich bis zu 680 Euro bei den laufenden Energiekosten. Bei einem Anschaffungspreis von 8000 Euro einschließlich Installation hätte sich das neue Öl-Brennwertgerät in etwa elf Jahren amortisiert.

Eingeflossen in diese Rechnung sind die steuerliche Abzugsmöglichkeit von 20 Prozent der handwerklichen Lohnkosten (Steuerabzug in diesem Fall rund 360 Euro) oder der Investitionszuschuss der KfW im Zuge des KfW-Förderprogramms „Energieeffizient Sanieren“ (in diesem Fall rund 400 Euro, fünf Prozent der Investitionskosten). Nicht berücksichtigt sind der bei einer neuen Heizung zu erwartende geringere Wartungs- und Reparaturaufwand sowie potenzielle Energiepreissteigerungen.

Mehr zur Heizungsmodernisierung und zu staatlichen Fördermitteln unter www.oelheizung.info.

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