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Planen + Bauen + Sanieren

Zuschuss für Energieberatung

Wer als Hauseigentümer seine Heizenergiekosten dauerhaft senken möchte, kommt um Investitionen in Energiesparmaßnahmen nicht umhin. Doch welche Sanierung bietet das günstigste Kosten-Nutzen-Verhältnis? Und mit welcher Einzelmaßnahme fängt man am besten an, wenn eine Komplettsanierung in einem Zug finanziell nicht zu bewältigen ist? Die umfassende Energieanalyse von Haus und Heizung durch einen qualifizierten Energieberater leistet hier wertvolle Hilfe. Der Staat bezuschusst solche „Vor-Ort-Beratungen zur sparsamen und rationellen Energieverwendung“ in Ein- und Zweifamilienhäusern auch weiterhin mit bis zu 300 Euro. Das entsprechende Förderprogramm des Bundeswirtschaftsministeriums wurde bis zum 31. Dezember 2014 verlängert. Es gilt für alle Häuser, deren Bauantrag bis Ende 1994 genehmigt wurde.

Künftig können auch thermografische Untersuchungen oder Luftdichtigkeitsprüfungen (Blower-door-Test) in die Vor-Ort-Beratung einbezogen werden. Sie werden zusätzlich mit 100 Euro gefördert. Die Vor-Ort-Energieberatung soll Hausbesitzern konkrete Empfehlungen zur Energieeinsparung liefern, beispielsweise durch eine Modernisierung der Heizungsanlage oder bessere Wärmedämmung des Gebäudes. Zunächst wird in einer Bestandsaufnahme der Ist-Zustand der Gebäudehülle und der Heizanlagentechnik bewertet. Auf Basis dieser Daten werden verschiedene Maßnahmen zur Energieeinsparung vorgeschlagen, einschließlich der Nutzung regenerativer Energien. Für jede Sanierungsvariante werden dann überschlägig die Kosten ermittelt und eine Wirtschaftlichkeitsberechnung unter Einbeziehung staatlicher Förderprogramme erstellt. So wird klar ersichtlich, welche Modernisierungsschritte am dringlichsten, vor allem aber, welche besonders wirtschaftlich sind. Zu den wirtschaftlichsten und effektivsten Maßnahmen zählt der Austausch eines veralteten Heizkessels beispielsweise gegen ein modernes Öl-Brennwertgerät. Bei vergleichsweise geringem Investitionsaufwand werden Energieeinsparungen von bis zu 30 Prozent erreicht. Daraus resultieren relativ kurze Amortisationszeiten von deutlich weniger als zehn Jahren. Experten empfehlen deshalb die Heizungsmodernisierung als ersten Sanierungsschritt. Zumal ein Öl-Brennwertgerät auch nach einer Verbesserung der Wärmedämmung genauso effizient arbeitet, weil es sich dem gesunkenen Wärmebedarf automatisch anpasst.

Die Förderung für die Vor-Ort-Beratung kann ausschließlich über einen vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) anerkannten Energieberater beantragt werden. Regionale Energieberater mit BAFA-Zulassung finden Modernisierungsinteressenten auch unter www.oelheizung.info. In diesem Verbraucherportal können sich Hauseigentümer zudem in einem kos-tenlosen Online-Energiesparcheck einen ersten Überblick über sinnvolle Sparmaßnahmen verschaffen

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