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Keine kalte Füße bekommen

Angenehme 20 Grad im Wohnzimmer – doch die Füße sind kalt wie Eiszapfen. Dieses Phänomen kennen gerade in den Herbst- und Wintermonaten viele Deutsche. Umfragen zufolge klagen etwa 80 Prozent aller Frauen regelmäßig über kalte Zehen. Neben körperlichen Ursachen und mangelnder Bewegung trägt oftmals ein unbewohnter und daher nicht beheizter Keller zu diesem Problem bei. Die dortige Kälte wird über die Decke an den Wohnraum abgegeben. Die Folge: Am Boden im Erdgeschoss herrschen besonders niedrige Temperaturen. Eine Kellerdecke mit Wärmedämmung kann diese Ausgangssituation verbessern.

In vielen Einfamilienhäusern ist der Keller nicht mehr als eine geräumige Rumpelkammer. Dass hier Wärme entweichen könnte, ist für zahlreiche Eigenheimbesitzer eine Überraschung. Zwar geht über ungedämmte Wände wesentlich mehr Heizenergie verloren (40 %), aber immerhin sechs Prozent gelangen über das Untergeschoss nach draußen. Bei den aktuellen Preisen für Öl und Gas summieren sich selbst kleine Lecks zu großen Haushaltslöchern. Wer richtig sparen will, sollte deshalb auf ein ganzheitliches Konzept setzen. Hersteller von Wärmedämmverbundsystemen, wie zum Beispiel Baumit, empfehlen, die Kellerdecke zusammen mit den Außenwänden zu dämmen. Damit keine Wärmebrücken entstehen, sollte die Dämmung der Fassade bis unter das Niveau der Kellerdecke reichen. Wichtig ist dies vor allem bei Betondecken, da sich hier durch Wärmebrücken leicht Bauschäden und Schimmel entwickeln können.

Wie funktioniert die Kellerdeckendämmung? Die Logik, die hinter dem System steckt, ist denkbar einfach. Um die Kälte im unbeheizten Raum bzw. die Wärme in den Obergeschossen zu halten, bringt der Fachmann Dämmplatten aus Styropor oder Mineralwolle in allen Räumen des Untergeschosses an. Dies geschieht komplett ohne Bohrlöcher. Mithilfe eines mineralischen Mörtels an der Zimmerdecke werden die Platten einfach festgeklebt. Wird der Keller regelmäßig als Hobbyraum genutzt und deshalb beheizt, ist es wichtig, auch den Kellerboden zu dämmen. In diesem Fall ist er die zentrale Schwachstelle.

Die Vorteile eines solchen Systems sind für die Hausbewohner deutlich erkennbar: Durch den Ausgleich der Temperaturunterschiede bekommt man weniger schnell kalte Füße. Deshalb können auch Kleinkinder bedenkenlos auf dem Boden spielen, ohne dass die Eltern befürchten müssten, dass sie sich auf dem kalten Belag erkälten. Zusätzlich dämmt die Lösung gegen Lärm und leistet einen kleinen Beitrag zum Energiesparen – und somit zur Entlastung der Haushaltskasse.

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