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Energieeffizient Bauen mit Fertigteilen – Clevere Klimatisierung

Studentenwohnheim in Offenburg; Niedrigenergiebauweise nach KfW 55-Standard. Der Produzent der Fertigteile, Beton Kemmler, Syspro-Mitglied mit Sitz in Tübingen, verfügt über mehr als ein Jahrzehnt Erfahrung mit der Anwendung der Betonkernaktivierung.Energieeffizient Bauen mit Fertigteilen – Clevere Klimatisierung
Alternative Klimatechniken mit bewährter Produktions- und Lieferlogistik für den Rohbau

Massive Betonbauteile haben bekanntlich eine hohe Speichermasse. Mit eingelegten Rohrleitungen kann die Masse zum Klimatisieren von Gebäuden herangezogen werden. Klimatisieren: Denn je nach Bedarf kann geheizt oder gekühlt werden. Damit leistet die Betonbauweise einen wesentlichen Beitrag zum energieeffizienten Bauen. Bevorzugte Anwendungsgebiete für die Klimatisierung ohne konventionelle Klimaanlagen sind Bürobauten, Schulen und Kindergärten: Gebäude, in denen allein durch die Anwesenheit vieler Menschen zeitweise ein Wärmeüberschuss anfällt. Je nach Auslegung kann so umweltfreundlich oder sogar CO2-neutral ein gesundes, angenehmes Raumklima erzeugt werden.

Das Prinzip: Vorgefertigte Rohrsysteme werden in die Betonbauteile eingebaut. In den Rohren zirkuliert Wasser, das je nach Steuerung Wärme abgibt, also heizt, oder Wärme aufnimmt, also kühlt. Je nach System erfolgt die Klimatisierung über die Wandoberflächen oder die Deckenuntersichten. Wegen der vergleichsweise großen Übertragungsfläche genügen bereits geringe Temperaturunterschiede zwischen Raumluft und Heiz-/Kühl-Medium, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Bei dem Wirkungsprinzip der Strahlungs-Klimatisierung tritt keine Luftströmung auf. Es wirkt gleichmäßig und in jedem Winkel des Raumes. Anders als bei konventionellen Heizkörpern und Klimaanlagen gibt es weder Zugerscheinungen noch Staubverwirbelungen. Die Strahlungswärme der Flächenheizung erzeugt ein Raumklima, bei dem die Behaglichkeitsschwelle schon bei geringeren Temperaturen als bei Konvektionswärme erreicht wird. Typischerweise wird von 2 bis 3 Grad geringerer Raumtemperatur ausgegangen.
Die Montage der Heiz- und Kühlrohrsysteme sollte unter gütegesicherten Bedingungen erfolgen. Daher bietet die Vorfertigung im Betonwerk ideale Voraussetzungen für Anwendungen mit der „einbetonierten“ Klimatisierung. Die Vorteile:

– Geringe Konstruktionsdicke,
– anschlussfertige Bauteile,
– schneller Baufortschritt,
– geringes Beschädigungspotenzial während des Bauprozesses,
– keine Baufeuchte,
– hoher Brandschutz,
– gleichmäßiges Raumklima,
– optimale Energieausnutzung.

Innovative Betonfertigteilunternehmen, die an der Weiterentwicklung des energieeffizienten Bauens arbeiten, haben jetzt die Integration von Heiz- und Kühlsystemen in die computergesteuerten, automatisierten Produktionsprozesse von Wand- und Deckenfertigteilen vorangebracht. Damit können die Planer von ganzheitlichen Gebäudekonzepten neue Wege gehen: Beim Rohbau kann auf die bewährte Produktions- und Lieferlogistik von Betonfertigteil-Decken und ﷓Wänden gesetzt werden. Bei der Haustechnik ergeben sich neue wirtschaftliche Möglichkeiten für alternative Klimatechniken, die den Primärenergieverbrauch drastisch senken und den Komfort erhöhen. So können z.B. regenerative Energiequellen wie Wärmerückgewinnung oder Erdwärme genutzt werden.

Besonders einleuchtend ist der Vorteil z.B. bei Schulen oder Büros im Sommer. Tagsüber entsteht ein Überschuss an Wärme: Durch Sonneneinstrahlung, Menschen und technische Geräte. Der Wärmeüberschuss wird durch Kühlung entzogen, indem das zirkulierende Wasser Wärme ans Erdreich oder ins Grundwasser abgibt. Der Energieverbrauch beschränkt sich auf ein Minimum, nämlich den Stromverbrauch für das Pumpensystem.

Bei Systemen mit Betonkernaktivierung (auch „thermische Bauteilaktivierung“ genannt) wird die ganze Bauteilmasse zur Aufnahme und Abgabe von Wärme herangezogen („aktiviert“). Es kommt zu einem Zeitversatz zwischen Aufnahme und Abgabe von Wärme – durch diese Phasenverschiebung können Temperaturspitzen in die Zeiten verschoben werden, in denen das Gebäude nicht genutzt wird.

Pressekontakt:

Gisela Morgenweck-Marfels · Ralf Marfels

MM Service

Trierer Straße 41

D-50674 Köln

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Telefax (0221) 278 98 89

E-Mail: info@morgenweck-marfels.de

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