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Mit Wärmedämmung zum Zukunftsmodell Passivhaus

In den letzten Herbsttagen rückt die Frage, wie sich teure Heizenergie am effizientesten einsparen lässt, für viele Immobilienbesitzer wieder in den Vordergrund. Bewohner von Passivhäusern haben diese Sorgen nicht: Sie kommen mit minimalem Heizenergieverbrauch warm und günstig durch den Winter – vor allem dank einer effizienten Wärmedämmung der Gebäudehülle. Die Mietwohnung von Familie Sprung im Dresdner Stadtteil Laubegast ist modern und optisch nicht von anderen zu unterscheiden. Doch im Vergleich zu den meisten Wohnungen in Deutschland verbraucht sie annähernd keine Heizenergie. Die jüngste Heizkostenabrechnung ist für Thomas und Dörte Sprung so niedrig ausgefallen wie nie zuvor. Statt einer Nachzahlung, wie sie für die Familie in früheren Mietwohnungen üblich war, gab es 2012 sogar eine Rückzahlung.

Ohne Fassadendämmung kein Passivhaus
Grund für den extrem niedrigen Energiebedarf ist der Passivhaus-Standard, nach dem das Dresdner Mehrfamilienhaus 2011 gebaut wurde. Die Gebäude werden dabei so effizient gedämmt, dass sie nicht mehr als 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr verbrauchen und häufig sogar auf eine herkömmliche Heizung verzichten können. Für Wärme im Haus sorgen dabei oft nur die Abwärme von Haushaltsgeräten und ein Lüftungssystem. Entscheidend, um die Wärme im Haus zu halten, ist vor allem die Dämmung der Gebäudehülle. Ohne ein qualitativ hochwertiges Fassadendämmsystem kann ein Haus den Passivstandard nicht erreichen. Dieser wird unter anderem durch den Wärmeleitwert bestimmt – also jenen Wert, der angibt, wie viel Wärme bestimmte Bauteile nach außen abgeben.

Dalmatiner-Dämmung mit geringem Wärmeleitwert

Im Fall von Familie Sprung sorgen Dalmatiner-Dämmplatten von Caparol für die gewünschte Einsparung. Ihren Namen verdanken sie der Zusammensetzung aus weißem Polystyrol und schwarzem Graphit. Durch diese Materialmischung geht besonders wenig Heizwärme über die Fassade verloren. Dabei gilt: Je größer die Dämmstärke, desto weniger Wärme wird nach außen abgegeben. Im Fall der Dalmatiner-Wärmedämmplatte allerdings reichen bereits zehn Zentimeter, um die gesetzlichen Vorgaben der Energie-Einsparverordnung zu erfüllen. „Nur wenn es anhaltend sehr kalt ist, müssen wir noch etwas heizen“, sagt Dörte Sprung. Ein großer Unterschied zu vielen anderen Bundesbürgern, die aufgrund schlecht gedämmter Wohnungen die Heizung voll aufdrehen müssen. Angesichts hoher Preissteigerungen für Energieträger wie Öl, Gas und Fernwärme (2012 durchschnittlich neun Prozent) ein enormer Kostenfaktor.

Über Energiespar-Möglichkeiten informieren
Für Vermieter Michael Menzel, der das Mehrfamilienhaus in Dresden-Laubegast gebaut hat, ist die Sache eindeutig: „Wenn es nach mir ginge, würden wir nur noch Passivhäuser bauen.“ Rechnerisch liegt der Heizwärmebedarf des Hauses bei gerade einmal 14 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr. Zum Vergleich: In unsanierten Altbauten liegt dieser Wert typischerweise bei über 150, bisweilen sogar über 200 Kilowattstunden.

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