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Weniger Stahl schont die Umwelt

Bei der Verleihung des Umwelttechnikpreises Baden-Württemberg 2013 wurde Protektor mit dem ersten Platz in der Kategorie „Materialeffizienz“ ausgezeichnet. Das Unternehmen hat mit seinen Maxi-Tec-Profilen ein Verfahren entwickelt, mit dem sich der Kohlendioxid-Ausstoß in der Herstellung um 20 Prozent reduziert. Foto: ProtektorStabile und schalldämmende Wände sind für Bauherren eine Selbstverständlichkeit. Die wenigsten wissen, dass nicht nur der Baustoff für diese Eigenschaften verantwortlich ist. Die Grundlage bilden Profile aus Stahl, weil sich ohne diese robusten Rahmen Trockenbauwände gar nicht erst errichten ließen. Die Profile unterscheiden sich dabei in vielerlei Hinsicht – vor allem beim vielbeschworenen Thema Nachhaltigkeit. Denn ihre Produktion ist aufgrund des Materials immer mit einem erheblichen Kohlendioxidausstoß verbunden. Bei der Herstellung einer Tonne Stahl fallen ganze zwei Tonnen CO2 an. Je weniger Stahl ein Profil also benötigt, desto geringer sind die Emissionen des Treibhausgases. Eine in dieser Hinsicht geradezu revolutionäre Methode hat das baden-württembergische Unternehmen Protektor entwickelt. Bisher wurden die Wandprofile gestanzt und anfallender Stahlabfall musste recycelt werden. Die neue Maxi-Tec-Technologie von Protektor hingegen arbeitet mit einem origami-ähnlichen Schneid- und Faltverfahren bei der Herstellung. Dabei entsteht keinerlei Abfall, wodurch einerseits kein aufwendiges Recycling betrieben werden muss, und andererseits weniger Stahl bei der Produktion benötigt wird. Bis zu 20 Prozent reduziert sich der Materialeinsatz und somit auch der Kohlendioxidausstoß – und das bei gleichen oder sogar besseren Eigenschaften als bei Standardprofilen. Namhafte Prüfinstitute im In- und Ausland haben dies bestätigt.

Bei der Herstellung der Maxi-Tec-Profile wird der Stahl nicht ausgestanzt, sondern geschnitten und gefaltet. Dadurch entstehen keinerlei Abfälle, was den Materialverbrauch um 20 Prozent senkt. Zudem erleichtert das Lochmuster spätere Handwerksarbeiten. Foto: ProtektorDas Maxi-Tec-Profil ist außerdem in der Anschaffung nicht teurer als herkömmliche Profile, womit Protektor bewiesen hat, dass Ökologie und Ökonomie keine unvereinbaren Gegensätze sind. Zudem erleichtert die offene Struktur mit Lochmuster im Vergleich zu herkömmlichen Produkten die Durchführung von Kabeln und Leitungen, was wiederum für Handwerker und Bauherren die Arbeit vereinfacht. Die Entwicklung dieser ökologisch bedeutsamen Technologie rief sogar die baden-württembergische Landesregierung auf den Plan. Umweltminister Franz Untersteller verlieh Protektor am 11. Juli 2013 in Stuttgart den Umwelttechnikpreis – eine Auszeichnung zur Würdigung von Unternehmen, die in Sachen Nachhaltigkeit eine Vorbildfunktion einnehmen. Maxi-Tec belegte den ersten Platz in der Kategorie „Materialeffizienz“, bei der Lösungen honoriert werden, die einen geringeren Einsatz oder Verbrauch von Rohstoffen zur Folge haben. Mit dieser Innovation setzte Protektor Maßstäbe in einer Branche, die in den letzten Jahrzehnten von Neuentwicklungen nicht gerade verwöhnt war. Das hat auch die Jury des Umwelttechnikpreises erkannt und entsprechend honoriert. Hervorgehoben wurde vor allem die Ausdauer und Zielstrebigkeit, die für ein mittelständisches, inhabergeführtes Unternehmen bemerkenswert sei. Weitere Infos gibt es im Internet unter www.protektor.com.

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