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Erneuerbare Energien

Fördermöglichkeiten für Wärmepumpen

Im Zuge des anziehenden und immer wichtigeren Umweltschutzes lohnt es sich, das Beheizen des Eigenheimes mittels einer Wärmepumpe in Betracht zu ziehen. Die Technik der Wärmepumpe ist zwar sehr kostspielig, dennoch gibt es zur Unterstützung für Einfamilienhäuser Fördergelder vom Staat, sodass sich die Energieumstellung in vielerlei Hinsicht lohnen kann.

In den letzten Jahren konnte sich der Marktanteil der erneuerbaren Energien um 30% steigern. Auch die Wärmepumpe wird in immer mehr Haushalten installiert. Das Funktionsprinzip ist simpel: Ein Kältemittel wird durch Rohre in die Erde oder ins Freie gepumpt. Während dieses Vorgangs nimmt das Kältemittel die Umgebungswärme auf, das dann zu Gas verdampft. Dadurch erhitzt sich die Wärmepumpe noch mehr, die Hitze wird in den Wärmetauscher aufgenommen und an das Heizungssystem weitergeleitet, sodass das Haus beheizt wird. Es ist also nicht nötig, das komplette Heizungssystem zu erneuern. Im Sommer kann die Wärmepumpe eine Klimaanlage ersetzen. Mit einem äußerst geringen Stromverbrauch ist die Wärmepumpe sehr ressourcenschonend und der geringe Platzverbrauch stellt einen weiteren Pluspunkt der Wärmepumpe dar.

Insgesamt gibt es drei Varianten, die zurzeit in Deutschland eingebaut werden können und allesamt vom Staat gefördert werden. Die erste Variante basiert darauf, dass Luft, Erdwärme oder Grundwasser das Wasser der Zentralheizung durch die Wärmepumpe erhitzen. Darüber hinaus haben die Verbraucher noch die Wahl zwischen Wärmepumpen mit Erdsonden und speziellen Luftwärmepumpen, deren Rohre nach draußen ins Freie laufen.

Die Wärmepumpen erfreuen sich in Deutschland an immer größerer Beliebtheit. Aufgrund verstaatlichen Zuschüsse, die für die Wärmepumpe gewährt werden, hat sich der Marktanteil seit dem Jahr 2005 drastisch gesteigert auf rund 60%. Am öftesten eingesetzt werden die Luft-Wasser-Wärmepumpen, die vor allem in Neubauten installiert und nach Sanierungen eingebaut werden.

Die Kosten für eine Wärmepumpe richten sich nach dem betreffenden Model und dem mit der Installierung verbundenen Aufwand. Die Kosten für eine Luftwärmepumpe belaufen sich auf 12.000 Euro. Aufgrund des höheren Installationsaufwandes kostet eine Erdwärmepumpe 20.000 bis 25.000 Euro. Die Förderbeträge des Staates können ebenfalls beträchtlich variieren. Bei einer Luftwärmepumpe werden im Durchschnitt 1.300 bis 2.100 Euro dazugegeben, bei einer Erdwärmepumpe sind es 2.800 bis 1.200 Euro.

Der Einbau einer Wärmepumpe macht sich wegen der hohen Öl- und Gaspreise besonders bezahlt. Nach etwa 7 Jahren haben sich die Investitionen mit den Betriebskosten schon verrechnet. Zudem wird ein nicht zu unterschätzender Beitrag zum Umweltschutz geleistet. Die Fördergelder des Staates, der in manchen Fällen fast die Hälfte der Kosten zur Installation der Wärmepumpe übernimmt, machen diese Art des Heizend noch attraktiver. Für die Förderung von Wärmepumpen gibt es unterschiedliche Voraussetzungen. Beispielsweise werden nur Anträge für Gebäude berücksichtigt, für die vor dem 1. Januar 2009 ein Bauantrag gestellt wurde oder in denen  sich vor dem 1. Januar 2009 bereits eine Heizungsanlage befand. Ein weiteres Kriterium für die Förderfähigkeit ist die Effizienz der eingebauten Wärmepumpe, die durch ein Prüfbericht nachgewiesen sein muss. Darüber hinaus werden aber auch Geräte, wie die WPL 5 N plus von Stiebel Eltron, die mit einem EHPA-Wärmepumpen-Gütesiegel ausgezeichnet wurden, anerkannt. Weitere Informationen zu den Förderungsmöglichkeiten finden Sie auf den Internetseiten der BAFA und der KfW.

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