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Raumdesign

“Licht-Blicke” für die Zukunft der Architektur

In Paris gab es die „Professional Lighting Design Convention (PLDC)“, die Leitkonferenz der internationalen Lichtbranche. Alle zwei Jahre treffen sich renommierte Lichtdesigner, Architekten, Techniker sowie Vertreter von Universitäten und Industrie, um sich über die neuesten Entwicklungen im Lichtdesign auszutauschen. Beim großen Gala-Abend wurden die „Professional Lighting Design Recognition Awards“ verliehen. Den Preis für die beste Newcomerin erhielt die Niederländerin Carlijn Timmermans, Absolventin des Fernstudienganges „Master Lighting Design“.

Zusätzlich gewann sie mit ihrem Team, den ehemaligen Kommilitoninnen Maryam Aghajani und Alina Lavrinenko aus Kanada sowie Christin Petzold aus Deutschland, den 1. Preis im internationalen Wettbewerb “The future of urban lighting” für ihr Projekt „Urban Senses“.

„Der Qualitätsanspruch in der Innen- und Außenraumgestaltung ist in den letzten Jahren immens gestiegen und zu den architektonischen Stilmitteln gehört auch das Licht“, sagt Prof. Thomas Römhild, Studiengangsleiter an der Hochschule Wismar, der seit 2011 Lichtexperten im internationalen Fernstudiengang „Master Lighting Design“ ausbildet.

Aufgaben eines Lichtdesigners
„Zu den wichtigsten Aufgabenfeldern für Lichtdesigner gehört es, Licht – Tages- wie Kunstlicht – nicht nur nach technischen Möglichkeiten, sondern auch entsprechend menschlicher Ansprüche an Ästhetik und Wohlbefinden zu gestalten“, erklärt Römhild. „Lichtdesigner sind deshalb einerseits Techniker und Physiker, andererseits sind sie aber auch Gestalter und benötigen für ihre Arbeit ein besonderes atmosphärisches Gespür.“ Die Fachleute arbeiten oft in internationalen Teams. Sie müssen klimatische sowie kulturelle Unterschiede beachten und in ein individuelles – auf die konkrete Aufgabe bezogenes – Lichtkonzept mit einfließen lassen. Zu ihren Aufgaben gehören auch alltägliche Beleuchtungsvorhaben, wie zum Beispiel für Bürokomplexe. Die Herausforderung für den Experten besteht darin, bestmögliche, ergonomische  Lichtverhältnisse für die Arbeitsplätze zu gewährleisten. Gleichzeitig hat er die Aufgabe, ein energieeffizientes und wirtschaftliches Konzept für das Gebäude zu erstellen. Typische Arbeitsplätze für Lichtdesigner finden sich überwiegend in lichtgestalterischen Planungsbüros sowie in der Lampen-, Leuchten und tageslichttechnischen Industrie. Der Arbeitsmarkt wächst in den letzten Jahren stark. „Der Beruf des Lichtdesigners ist ohne Frage ein Beruf mit Zukunft“, weiß Römhild.

bpr

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